Schulkonzert 2014

Musik - Sprache der Natur

HGT-Orchester präsentierte Konzert „Tierisch musikalisch“

Die Vögel zwitschern, der Bach rauscht, der Wind heult: Das sind nur einige wenige Beispiele für die Klangvielfalt unserer Natur, die immer mehr vom Lärm unserer urbanisierten Welt übertönt wird. Das HGT-Orchester unter der Leitung von Dr. Andreas Wagner befasste sich in diesem Jahr mit diesen Klängen bei seinem traditionellen Konzert. Unter dem Titel „Tierisch musikalisch“ erlebte das Publikum einen abwechslungsreichen Abend mit tierischen Werken aus verschiedenen Epochen.
 
 
Musikalische Idylle
Nach Monaten und Wochen der Vorbereitung fand das HGT-Orchesterkonzert am Freitag, den 28. März 2014 in der HGT-Aula statt. Das tierische Programm startete mit Antonio Vivaldis „Frühling“ aus seinem Werk „Die vier Jahreszeiten“. Dabei glänzte Clara Götz mit ihrem Violinensolo. Es folgte Joseph Haydns Sinfonie Nr. 82, aus der der vierte Satz gespielt wurde, welcher den Beinamen „Der Bär“ bekam. Während des Stückes wechselten sich bedrohliche Jagdszenen und heitere Jahrmarktmelodien ab. Der Bär wurde früher nicht nur als Wildtier angesehen, sondern auch tanzend auf Märkten präsentiert. Schließlich spielte das Orchester den zweiten Satz aus Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 mit dem Namen „Szene am Bach“.
 
Begeistertes Publikum
Neben dem Orchester beteiligte sich auch die Klasse 6d am Programm. Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Katzen-Duett von Gioachino Rossini gesanglich vorgetragen hatten, begann eine von ihnen moderierte Talkshow. Zwischen den folgenden Orchesterstücken wurden abwechselnd Michael Jackson, Ludwig van Beethoven und Alexander von Humboldt befragt. Letzterer lieferte Zusatzinformationen zu den vertonten Tieren aus Camille Saint-Saens Suite „Der Karneval der Tiere“. Nun unter Beteiligung des gesamten Orchestervolumens brüllten unter anderem Löwen oder schwammen Fische im ruhigen, schillernden Wasser eines Aquariums. Visuell untermalt wurde die Musik mit Schattenspielen, die die 6d bastelte und mithilfe eines Projektors präsentierte. Saint-Saens Werk wurde erst nach seinem Tod uraufgeführt, da er darin Stücke anerkannter Komponisten veralberte. So parodierte er beispielsweise Rossini bei den Fossilien oder Jacques Offenbachs „Cancan“ bei den Schildkröten. Letzterer bildete den Abschluss des tierisch musikalischen Programms. Der „Cancan“, Abschlusstanz aus der Operette „Orpheus aus der Unterwelt“, ist heute das Markenzeichen des Moulin Rouge in Paris. Euphorisch klatschte das begeisterte Publikum mit und belohnte die Musiker mit minutenlangem Applaus.
 
Auch in diesem Jahr hat das HGT-Orchester mit seinem Konzert wieder einen Volltreffer gelandet. Auf hohem Niveau schaffte es Dr. Wagner, das Publikum sowie die Musiker zu begeistern. Vielleicht horcht der ein oder andere Besucher nun genauer auf die Klänge und Melodien aus unserer Umwelt, denn wie der deutsche Schriftsteller und Komponist E.T.A. Hoffmann einmal sagte: „Die Musik bleibt die alleinige Sprache der Natur.“
 
 
von Manuel Beh, MSS11
 
 
Quellen:
http://www.ralf.youngvoices.de/modules/wfquotes/index.php?op=cat&c=3 (29.03.2014)