Preiswürdige BLLs am HGT

Pauline Thielen und Manuel Beh erhalten Kreutzer-Voremberg-Preis

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Trier würdigte die Besonderen Lernleistungen der HGT-Abiturienten
 
Gleich zwei Besondere Lernleistungen (BLL) des Humboldt-Gymnasiums sind mit dem Kreutzer-Voremberg-Preis der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Trier ausgezeichnet worden. Während der Feierstunde im Gemeindesaal der Trierer Synagoge betonte René Richtscheid, Vorsitzender der Gesellschaft, das Ziel des Preises: Schülerarbeiten, die sich mit christlich-jüdischen Themen befassen, sollen einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Den ersten Preis erhielt Pauline Thielen aus Trier-Ruwer. Sie widmete sich in ihrer BLL „Stolpersteine – Steine des Anstoßes?“ der Erinnerung an die Opfer des Holocaust sowie der Akzeptanz der Stolperstein-Aktion in der Bevölkerung. Dazu hat Thielen über 160 Personen mithilfe eines selbst entwickelten Fragebogens erreicht. Die Jury würdigte ihr persönliches Engagement, die Reflexion am Ende eines Kapitels und die selbstständige Erstellung des Fragebogens mit differenzierter Auswertung: „Die Facharbeit ist sprachlich flüssig geschrieben, in der Grammatik und Rechtschreibung korrekt verfasst und übersichtlich gestaltet. Sie enthält eine Kurzfassung, eine Einleitung mit Beschreibung der Fragestellung, der Vorgehensweise und der Ziele.“
Manuel Beh aus Gusterath hat mit seiner BLL „HGT unterm Hakenkreuz – Einflüsse der Hitlerjugend und der nationalsozialistischen Ideologie auf Schulleben und Unterricht“ den zweiten Preis erhalten. Die Jury betonte, dass die Arbeit auf einer ausgedehnten, selbstständigen Auswertung von Quellen aus dem Schul- und Stadtarchiv sowie aus dem Landeshauptarchiv in Koblenz beruht: „Die BLL erfüllt alle Kriterien wissenschaftspropädeutischen Arbeitens wie Konzentration auf die Themenstellung, sinnvolle Gliederung, Nachvollziehbarkeit der Darstellung, klares Ergebnis bzw. Gültigkeitsbedingung, angemessene Anwendung fachspezifischer Methoden, Selbstständigkeit, Qualität und Umfang der Recherche, normgerechtes Zitieren, normgerechte Literaturangaben, äußere Form und Layout.“
Beide Preisträger stellten ihre Arbeit den Gästen während der Feierstunde vor. Für das HGT nahm Dr. Sonja Benner an der Verleihung teil.
 
Hintergrund:
Der Kreutzer-Voremberg-Preis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Namensgeber sind der ehemalige Trierer Bürgermeister Paul Kreutzer und der ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Trier, Gerd Voremberg. Beide haben sich große Verdienste um die christlich-jüdische Zusammenarbeit in Trier erworben und Schülerinnen und Schüler in die Gedenkarbeit miteinbezogen. Der Preis soll zukünftig alle zwei Jahre ausgeschrieben werden.
 
 

 

Pauline Thielen und Manuel Beh (hinten, Dritte und Vierter von rechts) erhalten von René Richtscheid (hinten, Zweiter von links) und Wettbewerbsleiter Willi Körtels (hinten rechts) ihre Preise. Mit dabei sind unter anderem Namensgeber Gerd Voremberg (hinten, Zweiter von rechts) und Annemarie Kreutzer, Witwe von Paul Kreutzer (vorne, Zweite von links).