MINT: Gentechnik-Praktikum 2017

Praktikumsbericht zum molekularbiologischen Praktikum

Im Rahmen eines  molekulargenetischen Praktikums in der Abteilung für Verhaltensgenetik an der Universität Trier, hatten zwölf Schüler/innen  die Möglichkeit tiefer in den Laboralltag einzusteigen und die eigene DNA genauer zu erforschen. Ziel des fünf tägigen Praktikums war unsere eigene DNA zu isolieren und auf dieser einen bestimmten Genotyp (also unsere Gene an einer bestimmten Stelle) herauszufinden.
 
  
 
Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung am ersten Tag des Praktikums, haben wir Zellen aus unserer eigenen Mundschleimhaut entnommen und die darin befindliche DNA isoliert. Hierbei ist es sehr wichtig genau und  konzentriert zu arbeiten, da während der gesamten Zeit Pipetten verwendet wurden, welche weniger als einen Milliliter erfassen. Außerdem wurden grundlegende biologische Vorgänge (Transkription, Translation, etc.) besprochen und geklärt.
Am zweiten Tag haben wir mit Hilfe einer Photometrie eine Konzentrationsbestimmung unserer DNA durchgeführt, um dann sechs Proben herzustellen, die für das Ansetzen der PCR wichtig sind.  Bei einer PCR werden ausgesuchte Stellen der DNA vermehrt. Anschließend kann das Ergebnis der PCR mit einer Gelelektrophorese sichtbar gemacht werden. Für die Gelelektrophorese ist ein Agarosegel von Nöten, welches wir ebenfalls gekocht und vorbereitet haben.
Am Mittwoch wurden dann die PCR- Produkte in die Taschen des Agarosegels pipettiert und die Elektrophorese wurde gestartet.
Am Donnerstag wurde letztlich der Restriktionsschnitt durchgeführt, der uns Aufschluss über unseren eigenen Genotypen gibt. Beim Restriktionsschnitt wurden bestimmte Teile der DNA durch ein Enzym geschnitten. Da das Enzym aber nur einen bestimmten Teil der DNA schneidet, der bei jedem Menschen anders ist, konnten wir so unsere eigenen Genotypen an dieser Stelle bestimmen. Die Ergebnisse der einzelnen Schüler unterschieden sich sehr, jedoch war es sehr erfreulich, dass alle Versuche geglückt sind und somit am Ende jeder seinen Genotyp ablesen konnte.
Abschließend gab es ein Quiz und eine spannende Diskussion über das Themengebiet der Genforschung, welche auch viele moralische Fragen aufwirft.
Obwohl das Arbeiten im Labor ziemlich genau und konzentriert ablaufen muss, war es sehr interessant und hat uns daher sehr viel Freude bereitet. Durch das Praktikum wurde es uns ermöglicht eine stärkere Verbindung zwischen Theorie und Praxis in der Biologie zu sehen und zu erfahren. Die Genetik ist ein sehr interessanter Themenbereich, der uns sicherlich alle betrifft. Gerade im Bereich der Genforschung gab und gibt es immer wichtigere Erkenntnisse und wir sind dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten tiefer in dieses Themengebiet einzusteigen und durch Versuche an unserer eigenen DNA die Möglichkeiten der Genforschung kennenzulernen.
 
von Leila Jameh