Mathewettbewerb 2013

270.000 Schüler – 30 Nationen – ein Gedanke

Der Mathematikwettbewerb „Mathe ohne Grenzen“

 

3.1415926535897932384626433832795028841971…, besser bekannt als die Zahl p, eines der mysteriösesten, geheimnisvollsten und letzten ungelösten Rätseln der Mathematik. Tausende Mathe-Begeisterte teilen die Faszination dieser Zahl, die es bis heute auf unglaubliche 1.241.100.000.000 Nachkommastellen geschafft hat. In Verbindung gebracht wird sie mit allen Dingen, die rund sind. Den Boden einer Kaffeetasse, einen Fußball und … einen Donut  lassen sich damit assoziieren. Das letzte der genannten Beispiele wird jedes Jahr in den USA am sogenannten „Welt-Pi-Tag“, dem 14. März, verspeist, in Anlehnung an die Zahl der Kreise. Aus Zufall oder aus Absicht wurde der Wettkampftag des Mathewettbewerbes „Mathe ohne Grenzen“ auf diese 24 Stunden gelegt. Die Klasse 10c nahm dieses Jahr daran teil.
 
 
Was verbirgt sich hinter dem Wettbewerb?
Unter dem Namen „Mathématiques sans frontières“ wurde der Wettbewerb 1989 in Straßburg gegründet. Schon im darauffolgenden Jahr nahmen die ersten deutschen Schülerinnen und Schüler teil. Bis heute hat sich die Zahl der Teilnehmer weltweit auf 270.000 gesteigert. Allein in Deutschland sind es 56.000 Schüler, die sich die Köpfe über zahlreiche Matheaufgaben zerbrechen. In 30 Ländern über den ganzen Erdball verteilt werden die gleichen Aufgaben am gleichen Tag bearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich dabei selbst organisieren und ihre Zeit von 90 Minuten sinnvoll einteilen. Eine Besonderheit ist die erste zu lösende Aufgabe, die in einer Fremdsprache gestellt wird. Man kann sich in Deutschland aussuchen, ob man sie in Französisch, Englisch, Spanisch oder Italienisch löst. Seit 2002 ist der Wettbewerb nicht nur für Klassen der 9. bis 11. Jahrgangsstufe, sondern mit der Gründung der Juniorenkategorie auch für Fünft- und Sechstklässler zugelassen.
 
Ein interessantes Angebot
Als uns, der Klasse 10c, Frau Natus das Angebot machte, am Wettbewerb „Mathe ohne Grenzen“ teilzunehmen, waren wir alle erst einmal skeptisch. Fragen wie „Wie viel Arbeit kommt in unserer Freizeit auf uns zu?“ schossen uns Schülern durch die Köpfe. Die soeben beschriebene Skepsis legte sich sehr rasch, als es hieß, dass es ein Klassenwettkampf während der Schulzeit sei. Zudem faszinierte uns der Gedanke, mit ca. 9000 weiteren Klassen auf der ganzen Welt gleichzeitig dieselben Aufgaben zu lösen. Voller Eifer und Tatendrang sagten wir zu und waren gespannt, wie denn nun der Wettbewerb in der Praxis aussehe.
 
Generalprobe
Um uns Neulinge nicht ins kalte Wasser zu schmeißen, kamen wir nicht erst am Wettbewerbstag mit der Prozedur in Kontakt. Zwei Monate vor den entscheidenden Stunden fand ein Probedurchlauf statt, während dem wir den Ernstfall üben konnten. Wir teilten uns in Vierergruppen ein, in denen immer eine sehr gute Schülerin bzw. ein sehr guter Schüler mit mathematisch schwächeren zusammenarbeitete. Mit Hilfe einer Tabelle an der Tafel wurde sichergestellt, dass nicht zwei Teams dieselbe Aufgabe lösen. Wie im Flug raste die Zeit an uns vorbei, sodass einige Nummern schon bearbeitet, andere jedoch noch völlig unberührt waren. Die Arbeitshaltung war zu diesem Zeitpunkt auch noch relativ locker, da viele Mitstreiter diese Probe als unbedeutend ansahen. Folglich war unser Ergebnis gemäßigt, was aber auch damit zusammenhing, dass die Aufgaben nicht so einfach waren wie gedacht.
 
„Alles oder nichts“
Wir schreiben Donnerstag, den 14. März 2013, nebenbei der fünfte offiziell anerkannte „Welt-Pi-Tag“. Voller Vorfreude auf den Wettbewerb kamen wir Schüler in den Klassenraum. Um Punkt 7:50 Uhr fiel der Startschuss. Neun Aufgaben in deutscher und eine in einer Fremdsprache lagen vor uns auf den Tischen und wir stürzten uns förmlich darauf. Mit Freude konnten wir nach 90 anstrengenden Minuten voller Konzentration an der Tafel sehen, dass alle Aufgaben bearbeitet und die meisten auch fertiggestellt  wurden.
Einige Wochen später wurde uns dann das Ergebnis mitgeteilt: Mit 52,3% richtig gelösten Aufgaben haben wir einen guten Platz im Mittelfeld erreicht.
 
Abschließend lässt sich sagen, dass die Teilnahme am Wettbewerb ein voller Erfolg war. Nicht nur unsere Lust und Freude an Ziffern und Zahlen, sondern auch unsere Teamarbeit wurde dabei geschult. Vielleicht brachte uns auch wirklich die Tatsache weiter, dass „Welt-Pi-Tag“ war. Anders als in Amerika feiern wir ihn jedoch nicht mit Kuchenwettessen, denn spöttisch wird der 14. März auch „Pie-Tag“ genannt, nach dem englischen Wort „Pie“ für Kuchen. Denn der Gründer dieser Aktion, der Mathematiker Larry Shaw, erklärte die steigende Popularität des Festes auf diese Weise: „Am wichtigsten ist, dass die Leute Kuchen essen.“
 
von Manuel Beh, 10c
 
 
 
 
Quellen:
23.03.2013; 12:00-13:45 Uhr