Leistungskurs Sozialkunde 2012

Expertendiskussion des Leistungskurses 12 Sozialkunde (Maier) mit dem EU-Kommissionsbeamten Dr. Malte Beyer am 04.05.2012

Hinten (von links nach rechts): Max Christmann, Jannik Kollmann, Alexander Esch, Julian Stamm, Dr. Malte Beyer

Vorne:Manuel Biertz, Dennis Corban, Golnaz Dashtizadeh, Franziska Elfers, Linda Bermes, Sophie Zeimet, Caroline Sprave, Elena Scherf
 
Am 05.05.2012 bekamen wir, der Sozialkunde-Leistungskurs der Stufe 12, Besuch eines Experten zum Thema europäische Kommission. Bestandteile des Vortrages waren geschichtliche-, sowie strukturelle Aspekte der europäischen Kommission. Nach diesem Thema führten wir eine Debatte zur Griechenland-Krise, zu der uns Herr Baier aus der Sicht eines EU-Beamten einen komplett neuen Einblick verschaffte.
Zum Anfang der Stunde bekamen wir eine Einführung zur Entstehung der EU. Alles fing 1951 mit der EGKS (europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) an, diese wurde durch die E(w)G im Jahre 1957 erweitert und letztendlich bis zur heutigen EU (1991) ausgearbeitet.
Im weiteren Verlauf des Vortrages beschrieb er uns die aktuelle Lage der Kommission in Luxemburg und klärte uns im Bezug auf die Mitarbeiterzahl und deren Gehaltsgefüge auf. Die europäische Kommission in Luxemburg beschäftigt 2500 Mitarbeiter und wählt aus jährlich 5000 Bewerbungen 50 Personen aus, die ein sechs Semester andauerndes Studium jeglicher Art nachzuweisen haben müssen.
Nun stellt sich natürlich die Frage, was die Kommission im Gefüge der europäischen Union macht.
Die Regierung Europas hat ein Vorschlagsrecht für Richtlinien. Es kommt zu einer Folgenabschätzung, dann zu einem inter-service, einem Richtlinienvorschlag und anschließend zu einer Zusammenarbeit von Ministerrat und europäischem Parlament. Diese Richtlinien bedürfen nun einer Umsetzung, welche sich jedoch oftmals, aufgrund zeitlicher Verzögerungen und landesinternen Meinungsverschiedenheiten, als problematisch erweist. So arbeitet der Experte seit 2002 an der Umsetzung gewisser Auflagen, die bis 2005 beendet sein sollten, an welchen er jedoch bis zum jetzigen Zeitpunkt beschäftigt ist. Im Allgemeinen kann man also sagen, dass die europäische Kommission Abstimmungsprozesse organisiert und versucht, diese langfristig und konsequent auf internationaler Ebene durchzusetzen. Nach diese Erläuterungen kamen wir zu einer Debatte zur griechischen Krise bezüglich derer wir zunächst die primären Ursachen ausarbeiteten.
In der folgenden Abbildung sind die Ursachen zur griechischen Krise laut Herrn Baiers dargestellt.