Erdkunde-Exkursion 2017

In 80 Minuten um die Welt und einen Meter in den Boden

Am Mittwoch den 18.10.2017 hatten einige Schüler und Schülerinnen der Erdkunde Grund- und Leistungskurse der zwölften Klasse die Chance bei einer Exkursion nach Kaiserslautern viel über verschiedene Pflanzen, die Klimazonen und über heimischen Boden zu lernen. Begleitet wurden sie dabei von Frau Klein und Frau Geiß.
 
  
 
Nach eineinhalb Stunden Fahrt zur Technischen Universität Kaiserslautern haben wir in den Gewächshäusern des botanischen Gartens, der ausschließlich zur Forschung genutzt wird, mit dem interaktiven Lernzirkel „In 80 Minuten um die Welt“ begonnen. Dazu wurden wir in acht Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte ein Tablet mit einer speziellen Software zur Verfügung, die in einer Art Spielplan die Aufgaben gestellt hat. Da leider nicht jeder aus Zeit Gründen alle Stationen machen konnte, wurden jeder Gruppe Anweisungen geben, welche Stationen sie absolvieren musste. Die Aufgaben waren über die Gewächshäuser verteilt, die jeweils eine andere Klimazone repräsentierten. So konnten wir auch einmal das heiße und feuchte Klima im Regenwald erleben. Die Stationen waren sehr vielfältig und auf die Klimazonen abgestimmt. Wir haben zum Beispiel erfahren, warum Zuckerrohr nicht in Deutschland angebaut wird, obwohl es viel ertragreicher ist als Zuckerrüben.
Bei manchen Aufgaben mussten wir auch kleine Experimente durchführen. Die Anweisungen dazu wurden über das Tablet geliefert. Unsere Antworten mussten wir ebenfalls elektronisch sichern, denn in diesem Lernzirkel wurde auch erforscht, wie gut neue Medien in Schulen genutzt werden können und ob die Nutzung überhaupt einen Lerneffekt hat. Dazu wurden wir Schüler in zwei Umfragen, einmal vor und einmal nach dem Zirkel, befragt.
 
 
 
Nach einem Abschlussgespräch, in dem jede Station kurz erklärt wurde, und einem kulinarischen Ausflug in die Mensa der TU Kaiserslautern, haben wir uns in den Wald begeben. Dort haben wir uns in zwei Gruppen mit dem Boden und seinen verschiedenen Schichten befasst. Was zu anfangs sehr trocken und langweilig klang, stellte sich im Nachhinein doch als recht spannend heraus. Unser Boden besteht nicht einfach nur aus brauner Erde, so wie wir sie für den Garten kaufen können, sondern aus verschiedenen Schichten. Um das zu erkennen haben wir eine bis zu ein Meter tiefe Bodenprobe mithilfe eines Pürckhauers genommen, in der wir den Farbverlauf der verschiedenen Schichten gut erkennen konnten. Wir haben auch gelernt wie man anhand verschiedener Tests bestimmen kann wie hoch Sand-, Schluff-, Ton- und Lehmanteil im Boden sind. Einer dieser Tests ist der Knirschtest, bei dem man den Boden „essen“ muss.

Besonders gefallen hat uns an diesem Tag, dass er offener gestaltet war, als ein üblicher Schultag und wir die theoretischen Inhalte des Unterrichts praktisch erfahren konnten.

Von: Pauline Tonner