Erasmus+

Wir sind dann mal weg!

Unsere Reise auf dem Jakobsweg ….

Erasmus+ Projekt mit spanischer Partnerschule in Valencia

Wir freuen uns sehr, dass wir ein Erasmus+ Projekt zum Thema „Der Jakobsweg“ in Zusammenarbeit mit unserer neuen Partnerschule IES Benlliure in Valencia  bewilligt bekommen haben. In den kommenden 24 Monaten werden sich Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8 – 10 in ausgewählten Unterrichtsreihen und in den verschiedensten Fächern inhaltlich auf den Jakobsweg machen und ihre Ergebnisse mit spanischen Schüler*innen austauschen. Doch unsere Reise soll natürlich nicht nur auf das theoretische Klassenzimmer beschränkt bleiben. In zwei einwöchigen Projekttreffen, einmal in Valencia im Frühling 2020 und einmal in Trier im Herbst 2020, werden deutsche und spanische Schüler*innen zusammen aktiv und konkret am Thema arbeiten.  Am Ende der Projektphase wird sich im Frühling 2021 schließlich eine spanisch-deutsche Schüler*innengruppe mit ihren Lehrer*innen mit Rucksack für eine Woche auf den Weg machen und den Herausforderungen des „Camino“ stellen. Es wird eine spannende Reise!

Stay tuned! Neuigkeiten rund um unser Erasmus+ Projekt immer hier …..

►Infos zum Europa-Profil am HGT

Was ist eigentlich Erasmus+?

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Im Zentrum des neuen EU-Programms steht die Förderung der Mobilität zu Lernzwecken und der transnationalen Zusammenarbeit. Wichtig ist der Austausch bewährter Praxis im Bildungs- und Jugendbereich.

… Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren.

(Quelle: www.erasmusplus.de)

Warum der Jakobsweg?

In Zeiten von Nationalismus und antieuropäischen Tendenzen sehen wir es als wichtig an, das gemeinsame kulturelle Erbe Europas zu stärken und damit Bestrebungen entgegenzuwirken, die dieses Erbe und das Bewusstsein des Verbunden-Seins in Europa aus den Augen verlieren.

Der Jakobsweg als eine der bedeutendsten Kulturstraßen Europas und als Verbindungsweg zwischen den europäischen Ländern, Menschen und Kulturen erschien uns ein besonders geeignetes Thema. Die Auswahlkommission Erasmus+  war zum Glück ebenfalls unserer Meinung, denn sie bewilligte im August 2019 unseren Projektantrag auf finanzielle Förderung mit einer fünfstelligen Summe.

Unser Projekt soll das uns Gemeinsame in Geschichte und Gegenwart in den Vordergrund rücken und thematisch ausfüllen. Dabei sollen sowohl die religiösen und spirituellen Erfahrungen, die der Jakobsweg ermöglicht, thematisiert als auch seine Funktion als Achse des Austauschs und der gegenseitigen Beeinflussung u. a. den Bereichen der Architektur und der bildenden Kunst, der Literatur und der Sprache untersucht werden. Nicht zuletzt kommt dem Weg eine herausragende Bedeutung nicht für den kulturellen und wirtschaftlichen Transfer, sondern auch für die Herausbildung eines länder- und kulturübergreifenden sozialen Bewusstseins zu; die Fürsorge für die pilgernden Fremden, die entlang des Weges gepflegt wurde, erhält in Zeiten herrschender Xenophobie einen aktuellen Bezug, ebenso wie sich anhand des Motivs der Pilgerschaft allgemeine ethische Fragen wie nach dem Unterwegs-Sein, der Migration, als einem allgemeinen menschlichen Schicksal erörtern lassen. Die Orte unserer beider beteiligten Schulen, Valencia und Trier, haben insofern einen besonderen Bezug zum Jakobsweg, als in Valencia der Camino de Levante, der über Toledo nach Avila Richtung Santiago führt, ihren Ausgang nimmt, und Trier seit dem Hochmittelalter eine der Schnittstellen für die Jakobswege ist, die aus den deutschen Territorien über Frankreich zu den Pyrenäen führen. (Zudem existiert in Trier eine der ältesten Jakobus-Bruderschaften, welche bis heute aktiv ist.) Am Beispiel des Jakobswegs lässt sich Schülern besonders gut das Bewusstsein vermitteln, dass Kultur Kontinuität und Wandel bedeutet, da diese Kulturroute über die Jahrhunderte hinweg immer wieder transformiert und neu interpretiert wurde, zuletzt durch ihre Wiederbelebung seit Ende des 20. Jahrhunderts, welche zeitgenössischen spirituellen Bedürfnissen Rechnung trägt.


Disclaimer

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Erasmus+ finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser, die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenden Angaben. 

 

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