Projekt "Hand aufs Herz"

Projekte, Unsere Schule

Wir, die Klassenstufe 7 vom HGT haben am 28.01.2020 an dem Projekt „Hand auf‘s Herz“ des Brüderkrankenhauses Trier teilgenommen.

Unter der Leitung von Dr.Tobias Hauptmann und seinem Team haben wir uns in den lebensrettenden Reanimationsmaßnahmen geübt. Neben der Theorie durften wir uns auch in praktischen Übungen an speziellen Puppen versuchen. So haben wir beispielsweise die Herzdruckmassage ausprobiert.
Wir hoffen sehr, dass diese 2 Schulstunden uns im Ernstfall helfen, und wir damit Leben retten können!

Text: Lia Becker, 7d

Fotos: Jan Illgen mit Klasse 7a


Weitere Infos zum Projekt: Wiederbelebung in Schulen – Kurse für Schüler und Lehrer                  

Liebe Schüler, Eltern und Lehrer,

wir möchten gerne mit Ihnen zusammen die „Ersthelfer von morgen“ schulen und ausbilden. Denn diese sind wichtig: Der plötzliche Herzkreislaufstillstand ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jedes Jahr sterben 70.000 Menschen alleine in Deutschland an einem solchen Ereig-nis. Viele Betroffene sind noch jung, viele Kreislaufstillstände geschehen zu Hause und sehr häufig werden diese durch Angehörige oder Freunde beobachtet.
Leider überlebt in Deutschland derzeit nur jeder 10. Betroffene. Das Problem ist folgendes:  Bereits nach 3-5 Minuten ohne Wiederbelebungsmaßnahmen kommt es zu irreversiblen Schädigungen des Gehirns. Da jedoch bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes in aller Regel 8-10 Minuten vergehen, ist Erste-Hilfe die elementare Maßnahme, um dieses kritische Zeitfenster zu überbrücken. 
Leider sind die Ersthelfermaßnahmen in Deutschland noch erschreckend gering. Viele wissen nicht, was im Notfall zu tun ist, wie eine Herzdruckmassage funktioniert und ein Defibrillator anzuwenden ist. 
Dabei könnten wir jährlich 10.000 Menschen zusätzlich das Leben retten, wenn die einfachsten le-bensrettenden Maßnahmen sofort und ohne zu zögern durch Laien durchgeführt werden. 

Ein wesentlicher Baustein die Ersthelfer-Rate signifikant zu steigern und Überleben zu sichern ist die Implementierung von Wiederbelebungskursen in den Schulunterricht. Dabei gelten Kinder als wichti-ge Multiplikatoren für die Gesellschaft. Sie erzählen ihren Eltern, Freunden und Verwandten was Wiederbelebung ist, zeigen wie diese funktioniert und dass Erste-Hilfe selbstverständlich sein muss. 

Der 395. Schulausschuss der Kultusministerkonferenz hat 2014 empfohlen das Thema „Wiederbele-bung“ ab der 7. Klasse zum Unterrichtsgegenstand zu machen. Das Bildungsministerium Rheinland-Pfalz verfolgt dieses Ziel schon seit einiger Zeit und führt entsprechende Gespräche mit Rettungs-diensten, Medizinern, der Unfallkasse sowie mit Stiftungen. 
Zusammen mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz und der Reh-Stiftung wollen wir die Empfehlung in Trier umsetzen. Mit Ärzten und Rettungsdienstmitarbeitern sind wir unter dem Titel „Hand aufs Herz – Trier rettet Leben“ an Trierer Schulen aktiv und organisieren 

Wiederbelebungstrainings für Schüler und Lehrer. Unser langfristiges Ziel ist zudem die Lehrkräfte so auszubilden, dass diese das Thema Wiederbelebung in Theorie und Praxis unterrichten können.
So wichtig die Erste-Hilfe bei einem Herzkreislaufstillstand ist, so einfach ist sie zu erlernen und ein-zusetzen. Folgende Aspekte beinhaltet die Schulung: 

6 - Punkte Plan der Ausbildung:
1.    Erkennen eines Herzkreislaufstillstandes.
2.    Absetzen des Notrufs zur Aktivierung professioneller Hilfe.
3.    Effektive Durchführung einer Herzdruckmassage bis Eintreffen des Rettungsdienstes.
4.    Durchführung einer Mund-zu-Mund bzw. Mund-zu-Nase- Beatmung.
5.    Sachgerechter Einsatz des Automatischen Externen Defibrillators (AED).
6.    Umsetzung telefonischer Anweisungen durch die Rettungsleitstelle.

Unser gemeinsames Ziel soll sein, dass alle Schülerinnen und Schüler diese Maßnahmen nach dem Training sicher beherrschen und über genügend Selbstvertrauen verfügen, diese im Notfall anzu-wenden. 

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. 

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Hauptmann

Notarzt der Stadt Trier und

Facharzt für Anästhesie auf der kardiologischen und herzchirurgischen Intensivstation im

Brüderkrankenhaus Trier

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