Für die Netzwerktagung der Technik-Scouts der Deutschen Telekom Stiftung ging es für uns nach Köln. Dort trafen sich viele verschiedene Schulen aus ganz Deutschland. Manche Schulen haben bereits Technik-Scouts, andere stehen mit dem Projekt noch ganz am Anfang. Ziel der Tagung war es, sich auszutauschen, neue Ideen zu sammeln und voneinander zu lernen.
Netzwerktreffen – Tag 1
Am ersten Tag kamen zunächst alle Teilnehmenden in der Jugendherberge an und checkten dort ein. Danach gab es eine gemeinsame Begrüßung und die Planung der sogenannten Barcamp-Sessions. Dabei konnten die Schulen eigene Themen vorstellen oder Fragen mitbringen, über die sie sich mit anderen austauschen wollten. Anschließend fand die erste Postersession statt. Jede Schule hatte dafür ein Poster vorbereitet, auf dem zum Beispiel gezeigt wurde, wie digital die Schule bereits aufgestellt ist oder welche technischen Projekte es schon gibt. So konnte man sich die Ideen der anderen Schulen anschauen und miteinander ins Gespräch kommen. Die Postersession wurde dabei auf beide Tage verteilt und am zweiten Tag mit einer zweiten Postersession fortgesetzt. Am Abend gab es gemeinsames Abendessen in der Jugendherberge. Danach ließ man den Tag mit einem kleinen Abendprogramm, unter anderem einer Quiznight, ausklingen.
Netzwerktreffen – Tag 2
Workshop „3D-Druck“
Am zweiten Tag hatten wir noch mehrere Barcamp-Sessions und Workshops wovon einer ein 3D-Druck-Workshop war. Dieser Workshop war sehr gefragt bei den teilnehmenden Schüler*innen, weshalb wir von Glück reden können, dass wir noch zwei Plätze bekommen haben. Beim Workshop selbst gab es dann zwei Aufsichtspersonen, die sich sehr gut mit dem Prozess auskannten. Im Raum war ein großer Tisch mit mehreren Laptops mit dem Programm „Tinkercard“ aufgebaut. Dieses Programm war sehr benutzerfreundlich, vor allem für Anfänger wie mich. Es war sehr einfach, seine Grundidee beim Programm zu visualisieren. Unsere Aufgabe war es, ein Namensschild mit Magnet zu drucken. Obwohl das Design relativ einfach zu gestalten war, kamen die Schwierigkeiten dann bei den Maßstäben und beim Skalieren. Wenn etwas nicht richtig skaliert war, war es dann sehr schwer das Namensschild richtig zu drucken. Nachdem man mit ein bisschen Hilfe alles richtig skaliert hatte, konnte man nach ein paar weiteren Feinheiten an die Drucker gehen. Über das Ergebnis kann man sich dann nicht wirklich beschweren, da es von sehr guter Qualität ist. Durch den Workshop wurde es uns ermöglicht, Wissen zum Umgang mit 3D-Druck und dem Entwerfen eigener Druckvorlagen in die eigene Schule zu tragen und in kleinen Unterrichts- oder AG-Einheiten umsetzen zu können.
Workshop „Schule als Marke“
Im Workshop „Schule als Marke“ ging es darum, wie Schulen von anderen wahrgenommen werden und wodurch sie einen Wiedererkennungswert bekommen. Dabei wurde deutlich, dass jede Schule eine eigene Marke ist, unabhängig davon, ob sie sich bewusst damit beschäftigt oder nicht.
Gemeinsam wurde erarbeitet, warum und wie Marken wirken. Dabei spielen vor allem Gefühle, Wiedererkennung und eine klare Botschaft eine wichtige Rolle. Besonders im Gedächtnis blieb das Zitat: „Your brand isn’t what you say it is, it is what they say it is.“ Damit wurde verdeutlicht, dass das Bild einer Schule vor allem durch die Wahrnehmung anderer Menschen entsteht.
Außerdem wurden drei zentrale Aussagen vorgestellt:
- Jede Schule ist eine Marke.
- Die Geschichte und die Werte einer Schule sind wichtiger als das Design.
- Die besten Ideen zur Weiterentwicklung einer Schule kommen von den Schüler*innen selbst.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie Schulen sichtbarer werden können. Dabei wurden eine moderne Schulhomepage, Social-Media-Auftritte und ein einheitliches Erscheinungsbild als wichtige Faktoren genannt.
Workshop „Cybermobbing und Hate Speech“
Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit Cybermobbing und Hate Speech in sozialen Medien. Dabei wurden verschiedene Formen von Online-Mobbing vorgestellt, darunter Beleidigungen, rassistische Kommentare, Deepfakes sowie das gezielte Bloßstellen von Personen durch Bilder oder Memes.
Im Austausch wurde deutlich, welche Auswirkungen solche Angriffe auf die Betroffenen haben können und warum die Bekämpfung von Cybermobbing oft schwierig ist. Themen waren unter anderem die schnelle Verbreitung von Inhalten im Internet und die Tatsache, dass Plattformen nicht immer sofort auf problematische Beiträge reagieren.
Der Workshop machte deutlich, wie wichtig ein respektvoller Umgang im Netz ist. Gleichzeitig wurde die Bedeutung von Aufmerksamkeit, Zivilcourage und gegenseitiger Unterstützung hervorgehoben, um Betroffene zu schützen und Cybermobbing entgegenzuwirken. Auch in diesem Themenfeld spiegelt sich ein möglicher Aufgabenbereich unseres TechScout-Teams wider.
Netzwerktreffen – Tag 3
Der dritte Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und Kofferpacken. Nach dem Frühstück gab es eine Abschlussveranstaltung, in welche unter anderem die Urkunden verliehen wurden. Anschließend fanden sie letzten Barcamp-Sessions statt. Diese handelten unter anderem von der Nutzung von Classroom und anderen Überwachungssystemen für Schüler*innen-iPads. Es war sehr interessant, die verschiedenen Möglichkeiten, Meinungen und Perspektiven zu hören. Dies hat uns auf jeden Fall weitergeholfen. Nach diesem erfolgreichen Austausch ging es für mich in die Barcampsession über Ticketsysteme. Hier hat man viel über verschiedene Programme und Methoden für ein Ticketsystem bei technischen oder digitalen Anliegen erfahren. Es ging viel um die korrekte Nutzung und um die Umsetzbarkeit. Vielleicht könnte man auch am HGT ein entsprechendes Ticketsystem einrichten. Das ist eine der möglichen Aufgaben für das HGT-TechnikScout-Team im Schuljahr 2026/27. Das war dann aber auch unsere letzte Aktivität bei der Technikscoutfahrt. Zum Schluss ging es für uns zum Bahnhof und zurück ins schöne Trier.
Text: Jan Berman, Luisa Wolf, Greta Wettke (Klasse 10b)
Fotos: Deutsche Telekom Stiftung (Foto 1), Greta Wettke, Ronja Mohn







