Im Rahmen der Projekttage vom 25. bis 27. Juni bekamen wir die Gelegenheit, spannende Einblicke in die Welt der Justiz zu gewinnen.
Am ersten Tag trafen wir uns um 7:50 Uhr am Humboldt-Gymnasium Trier. Gemeinsam gingen wir zum Verwaltungsgericht Trier, an dem wir uns drei Verhandlungen zu Nachbarschaftsklagen anschauten. Zuvor wurden wir von einem Richter in die Fälle eingeführt, welcher uns auch noch einmal die Aufgaben und Funktionen des Verwaltungsgericht erklärte, was uns das Verständnis deutlich erleichterte. Eine dieser Verhandlungen war besonders interessant, da der Kläger persönlich anwesend war. Im Anschluss an die Verhandlungen konnten wir einem Richter nochmals Fragen stellen.
Am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg zum Landesgericht. Dort hörten wir zuerst einen Vortrag über die Auswirkungen und die Strafbarkeit des Konsums verschiedener Drogen und testeten eine Reaktionswand - einmal mit und einmal ohne Rauschbrille - um die Auswirkungen von Drogen auf die Reaktionsfähigkeit zu erleben. Anschließend spielten wir eine Gerichtsverhandlung nach. Dabei übernahm jeder von uns eine Rolle, etwa als Staatsanwalt, Zeuge, Richter, Verteidiger, Angeklagter, oder auch Schöffe. Besonders eindrucksvoll war der Besuch von Dr. Matthias Frey, Staatssekretär im Ministerium der Justiz, der extra aus Mainz anreiste und unsere Gerichtsverhandlung mitverfolgte.
Am dritten und letzten Tag trafen wir uns in der Christophstraße. Dort besuchten wir einen Workshop im Café Balduin, das sich im selben Gebäude wie die Staatsanwaltschaft Trier befindet. An diesem Tag beschäftigten wir uns mit historischen Original-Akten aus der Zeit des Nationalsozialismus. In Gruppenarbeit erarbeiteten wir Plakate zu den jeweiligen Fällen. Unterstützt wurden wir dabei von zwei Historiker:innen der Universität Trier sowie einem Staatsanwalt, die uns eine Einführung in die Themen gaben. Am Ende stellte jede Gruppe ihr Plakat vor der gesamten Projektgruppe vor. Dabei standen insbesondere die Fragen, welche Personen an dem Fall beteiligt waren, welcher Sachverhalt angeklagt wurde und welche Ideologien des Nationalsozialismus sich in den Akten widerspiegeln, im Vordergrund.
Insgesamt waren die drei Projekttage sehr abwechslungsreich, informativ und haben uns einen eindrucksvollen Einblick in juristische Abläufe sowie historische Zusammenhänge gegeben. Wir bedanken uns bei allen Verantwortlichen der Trierer Gerichte sowie allen Anwesenden, die unsere Projektgruppe innerhalb der Projekttage begleitet haben und natürlich bei Frau Mohn, die das Projekt leitete.
Text: Luisa Krein, Julia Rosinska-Szmydowska, MSS12
Fotos: Ronja Mohn






