Sozialkunde-LK 12 2013/14

Exkursion der Leistungskurse Sozialkunde und Erdkunde 12  zum  Europäischen Gerichtshof nach Luxemburg

Am Montag dem 2. Juni 2014 wurde eine Exkursion zum Europäischen Gerichtshof nach Luxemburg durchgeführt, an der der Leistungskurs Sozialkunde und der Leistungskurs Erdkunde der Jahrgangsstufe 12 teilnahmen.
 
Der Gerichtshof der Europäischen Union befindet sich auf dem Luxemburger Kirchberg, er ist für die Sicherung  der Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung des Unionsrechtes zuständig.
Der Gerichtshof setzt sich in Luxemburg aus insgesamt drei Gerichten zusammen:
Als Mitglieder des sogenannten Gerichtshofes gelten insgesamt 27 Richter (ein Richter pro EU-Mitgliedsstaat) und 8 Generalanwälte. Das Gericht setzt als zweites Tribunal aus ebenfalls 27 Richtern zusammen, während im Gericht für den öffentlichen Dienst lediglich 7 Richter einen Posten ausüben.
 
Die Aufgabe des ersten Gerichtes, dem Gerichtshof, besteht in der Vorabuntersuchung über die Auslegung der EU-Verträge und die mögliche Sanktionierung von Mitgliedsstaaten bei Nichteinhaltung dieser. Zudem werden Klagen in speziellen Themenbereichen behandelt.
Das zweite Gericht, das Gericht, kümmert sich um alle restlichen Klagen, die der Gerichtshof aufgrund des Umfangs nicht abdecken kann.
Das dritte und letzte Gericht befasst sich mit Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Arbeitgeber EU und dessen Bediensteten.
 
Nach der bei Institutionen der EU obligatorischen Sicherheitsprüfung wurde bei einer Führung durch den großen architektonisch eindrucksvoll gestalteten Komplex des Gerichtshofes viele interessante Fakten vermittelt.  Besonders eindrucksvoll waren dabei die prunkvollen Plenarsäle und die entsprechenden anderen Gebäude, von denen besonders die beiden hohen Türme für den Übersetzungsdienst ins Auge fielen.
 
Nach der anschließenden Präsentation eines Filmes über die Entstehung des Europäischen Gerichtshofes und einer generellen Fragerunde begrüßte uns der Jurist Dr. Moritz Bleckmann der seinen Werdegang sowie seine Tätigkeit am Europäischen Gerichtshof erläuterte und uns die Möglichkeit für Nachfragen bot. Bleckmann arbeitet den Richtern und den Generalanwälten am Europäischen Gerichtshof zu und befasst sich von daher mit den unterschiedlichsten Themenkomplexen.
 
Interessant ist sicherlich auch ein Blick auf die verwendeten Sprachen: Weil es in der EU keine gemeinsame Sprache gibt, ist eine direkte Kommunikation zwischen den Bediensteten oftmals nicht möglich. Um Probleme in diesem Bereich zu verringern, sind von insgesamt 2000 Mitarbeitern mehr als 1000 im Übersetzungsdienst beschäftigt, der für die Übersetzung aller wichtigen Schriften verantwortlich ist.
 
 
Tobias Schumacher MSS 12 12.06.14