Der Weg zum französischen Abitur

Der bilinguale deutsch-französische Zug - Abi-Bac

►Flyer zum bilingualen deutsch-französischen Zug am HGT ►hier...

 

Bis 1971 war unsere Schule das einzige Gymnasium in Rheinland-Pfalz, das neben Englisch auch Französisch als erste Fremdsprache anbot. Die Pflege des Französischen hat also am Humboldt-Gymnasium bereits eine sehr lange Tradition. Seit 1971 hat unsere Schule ihr Angebot von Französisch als erster Fremdsprache erweitert und zu einem bilingualen deutsch-französischen Zug ausgestaltet. In jeweils zwei (von vier) 5. und 6. Klassen erweitern Zusatzstunden den stundenplanmäßigen Französischunterricht. In den Klassen 7 und 8 wird das Fach Erdkunde (géographie), in den Klassen 9 und 10 das Fach Geschichte (histoire) in französischer Sprache unterrichtet. Zur intensiven Pflege der französischen Sprache gehört bereits in den Klassen 6 oder 7 ein mehrtägiger Austausch mit einer fran­zösischen Partnerschule.

 

In der Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler diesen bilingualen Zug in gewohnter Weise fortführen. Den bilingual unterrichteten Schülerinnen und Schülern machen wir seit 1995/96 darüber hinaus das Angebot, gleichzeitig mit dem deutschen Abitur auch das französische Baccalauréat (Bac) zu erwerben. Dazu belegen sie das Fach Französisch ab der MSS 11 durchgehend als fünfstündiges Leistungsfach. Außerdem werden die beiden Sachfächer Geschichte und Erdkunde in der MSS 11 und MSS 12 insgesamt fünfstündig und in der MSS 13 insgesamt sechsstündig belegt; in beiden Fächern ist die Unterrichtssprache Französisch mit deutschsprachigen Anteilen.

 Für weitere Informationen steht Ihnen gerne der Koordinator für den bilingualen deutsch-französischen Zug, Herr StD Peter Worst, zur Verfügung.

Die folgende Übersicht zeigt den Weg zum Erwerb der bilingualen Zusatzqualifikation im Abitur oder zum gleichzeitigen Erwerb des deutschen Abiturs und des französischen Baccalauréat (Abi-Bac): 
 

 Klassen-/Schulstufen

Fächer

Halbjahr

 

Abi-Bac

(schriftl. Prüfung)

(schriftl. Prüfung)

 

13

  Mainzer 

Studien-

 

  stufe

  (MSS)

  Leistungsfach

  Französisch

Géographie und

  Histoire 

  13

  12

  12.2

   12.1

 

  11

11.2

 

11.1

  10

Sekundar-

stufe I

  Histoire und Zusatzstunde

 

  9

 

  8

Géographie und Zusatzstunde

 

  7

 

  6

  Orientierungs-

  stufe

1. Fremdsprache Französisch und Zusatzstunden

 

  5

 

 

Zum Download hier anklicken: Das Faltblatt „Bilingual deutsch-französisch – ein Bildungsgang für unser Kind“, das von der Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland herausgegeben wird, informiert über die vielfältigen Chancen und Vorteile dieses Bildungsangebots.

 

 

 

 

10 Jahre Abi-Bac

 

Zum Auftakt des Sommerfests am HGT fand am Samstag, dem 14.06.2008, eine von TV-Chefredakteur Dieter Lintz moderierte Podiumsdiskussion statt zum zehnjährigen Bestehen des Abi-Bac-Zuges am HGT, der Möglichkeit des gleichzeitigen Erwerbs von deutschem Abitur und französischem Baccalauréat.

IHK-Präsident Peter Adrian betonte dabei die Bedeutung der französischen Sprachkompetenz bei Geschäftsabschlüssen mit unseren französischsprachigen Nachbarn auch in Luxemburg und Belgien, wobei diese Geschäftsverbindungen eine erhebliche Rolle für die gute Beschäftigungsrate der Region spielten. Gerade der gleichzeitige Erwerb des Baccalauréat sei deshalb für Abiturientinnen und Abiturienten ein deutliches Hervorhebungsmerkmal beim Schritt in die berufliche Laufbahn.. Schuldezernent Ulrich Holkenbrink erklärte, dass die Stadt diese Bedeutung der französischen Sprache klar erkenne und deshalb im Rahmen des Schulentwicklungskonzepts intensive Bemühungen unternehme, das Französische im Bereich der Grundschulen und auch der Kindergärten zu intensivieren. Peter Epp wies seitens der ADD auf die rheinland-pfälzische Spitzenposition im bundsweiten Vergleich französisch-bilingualer Gymnasien hin. Diese Position solle –wie zum Beispiel mit dem Gymnasium Saarburg- noch weiter ausgebaut werden, wobei man in der Weiterbildung auch immer wieder auf die Erfahrung und Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer des HGT zurückgreife. Christina Pecia, Sebastian Konrath und Manuel Worst, Schülerin bzw. ehemalige Schüler des Abi-Bac-Zugs, wiesen neben der rein sprachlichen Komponente auf die große Bedeutung der kulturellen Komponente hin, die sich vor allem durch die persönlichen Kontakte im Rahmen der zahlreichen Austauschbegegnungen bilde. Als geladene Gäste waren mit den früheren Schulleitern Meinhard Lentz und Alfons Piry sowie Joachim Schütze, dem früheren stell-vertretenden Leiter der Abteilung Gymnasien der ADD und in dieser Funktion federführend für die Bildung des Abi-Bac-Zuges, auch die Gründerväter dieses ambitionierten Ausbildungszweigs anwesend. Während Lentz vor allem auf die weit zurückliegenden Ursprünge der Betonung des Französischen hinwies, betonte Schütze den von Beginn an hohen Stand der Qualität dieser Ausbildung, der sich immer wieder in den hervorragenden Prüfungsleistungen vor den französischen Prüfern gezeigt habe. Die Bildung des Abi-Bac-Zuges sei immer auch als ein Instrument der Begabtenförderung begriffen worden. In seinem von Diskussionsleiter Dieter Lintz erbetenen Resumee sagte Schulleiter Ralf Borschel, dass auch zukünftig der Abi-Bac-Zug ein ganz wesentlicher Punkt für das HGT-Profil bleiben werde und dass das bilinguale Angebot mit dem Projekt der „classe mixte“ auch im Bereich der zweiten Fremdsprache Französisch ausgebaut werde, das HGT sich aber keineswegs auf den bilingualen Französischzweig reduzieren lasse, wie sich dies z.B. in der Arbeit der Musikensembles oder den zahlreichen Erfolgen bei „Jugend experimentiert“ und „Jugend forscht“ zeige.

  

 Der Teilnehmerkreis der Podiumsdiskussion

von rechts: Schulleiter Ralph Borschel (am Rednerpult); Peter Adrian (IHK-Präsident);

Peter Epp (ADD); Dieter Lintz ( Trierischer Volksfreund); Ulrich Holkenbrink

(Schuldezernent der Stadt Trier); Christina Pecia(Abi-Bac-Kurs Jg.-Stufe 12)

Sebastian Konrath, Manuel Worst (Absoventen des Abi-Bac-Zuges)

 

 Ein Blick in das gut gefüllte Plenum, das sich rege an der Diskussion beteiligte.