Schabbat -Sonntag - Ruhetag

Schabbat – Sonntag – Ruhetag – Besuch von Arie Rosen vom Verein zur Förderung des interreligiösen Dialogs

Arie Rosen (47), in Frankfurt/Main geboren, ist mit seiner Mutter Lea Fleischmann im Alter von 15 Jahren nach Jerusalem umgesiedelt und lernte dort sehr intensiv die Religion seiner Mutter und die Kultur des Judentums kennen. („Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde.“)
Kenntnisreich und lebendig erzählte er in der Aula vor etwa 100 Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe seine Erfahrungen mit dem Judentum und machte eindrucksvoll die Gemeinsamkeiten des Judentums mit den beiden anderen monotheistischen Religionen deutlich, dem Christentum und dem Islam.

 
Besonders anschaulich gestaltete Arie Rosen seinen Vortrag zum Ruhetag des Judentums, indem er die Feier beschrieb und die für die Schabbat-Feier im traditionellen Judentum gebrauchten Kultgegenstände nicht nur zeigte, sondern sie auch den Schülerinnen und Schülern in Hand gab zum Begreifen.
Viele Nachfragen wurden gestellt und bereitwillig und sehr lebendig beantwortet.
Das auf Hebräisch vorgetragene Kiddusch-Gebet und ein gemeinsam gesungenes Schabbat-Lied unterstrichen die Lebendigkeit der Veranstaltung.
 
 

Ein Raunen ging durch die Reihen, als Arie Rosen zum Gedankenspiel einlud, sich einmal vorzustellen, im Sinne der Schabbat-Idee, sich nämlich Zeit fürs Nachdenken über sich, das Leben und vielleicht auch über Gott zu nehmen, einen Tag in der Woche ganz auf elektronische Unterhaltungsgeräte zu verzichten, wie Handy. Computer, Playstation o.ä.
Deutlich wurde während der ganzen Veranstaltung, dass die regelmäßige Auszeit, die regelmäßige Ruhe allen Menschen gut täte, egal ob man religiös ist und welcher Religion man angehört oder ob man nicht religiös ist.
Insgesamt waren die zwei Stunden geeignet, das Verständnis der Religionen untereinander zu wecken und zu vertiefen. Von daher war es eine wichtige Veranstaltung.
 
N. Jakobs
 
Schülerkommentare:
Lisa: "Ich fand gut, dass Herr Rosen sich vorn hingestellt hat und uns über das Judentum erzählt hat, obwohl er bestimmt weiß, dass sich die meisten in unserem Alter nicht sehr für Religion interessieren.“                                                                                                      
 
Stéphanie:„Ich finde, es ist viel anschaulicher, wenn ein Jude wir er es erzählt, weil er davon überzeugt ist und den Schabbat aus einem anderen Blickwinkel sieht. …“ 
                                                                
Berthy: "…Man hat sehr viel über den jüdischen Glauben erfahren und das, was man schon aus dem Unterricht wusste, sehr viel besser verstehen können. …Das Highlight war, dass er uns einige Kultgegenstände mitbrachte.“                                                                                                    
Charlotte: "…Ich fand auch gut, dass Herr Rosen den jüdischen Kiddusch-Segen gesungen hat und dazu auch den Mut hatte.“                                                                                                                         
Richard: „…Ich fand es gut, dass man die Gegenstände anfassen durfte. Ich dachte nicht, dass diese so schwer sind.
Ich fand es auch gut, dass wir bei den Liedern mitsingen durften.“     
                              
Jette: „Ich fand es gut, dass er auch persönliche Fragen beantwortet und private Geschichten erzählt hat, um uns Dinge zu erklären. …“   
                                                                                                  
 
Leah: „…Ich fand gut, dass Herr Rosen sehr ruhig geblieben ist, auch wenn wir Schüler etwas lauter wurden, und dass er auf alle Fragen eingegangen ist. Ich habe vieles besser verstanden. …“        
 
Nathalie: „…Durch die mitgebrachten Gegenstände, wie die Leuchter, den Schabbat-Becher, die Tora-Rolle und andere, konnte ich mir alles viel besser vorstellen. Außerdem war der Vortrag gut gestaltet. …“