Schüleraustausch mit La Réunion 2016

Schüleraustausch mit La Réunion 2016

von Olivia Schwab und Matthias Ferring

Mi aim a zot.
Vor einigen Wochen hätten wir noch nicht gewusst, was das bedeutet und auch Samoussas waren uns kein Begriff. Dies sollte sich nach unserem zweiwöchigen Austausch auf der Ile de la Réunion im Indischen Ozean ändern.
 
Als wir nach unserem elfstündigen Flug auf der Insel ankamen, wurde uns direkt bewusst, dass das Leben dort ziemlich anders ist. Die Unterschiede zwischen der réunionesischen und unserer Kultur wurden bereits am ersten Wochenende, das wir in den Gastfamilien verbrachten, deutlich. Wir durften das traditionelle Essen, ihre entspannte Lebensweise und ihre „Nationalsportart“, das Picknick, kennen lernen. Das Picknick am Wochenende ist bei den Réunionesen Tradition und findet meistens mit der ganzen Familie statt. Während dieser Familientreffen konnten wir traditionelle Gerichte, wie zum Beispiel das Cari Bichique, was ein Curry mit kleinen Fischen ist, sowie Süßigkeiten, wie „Bonbon Miel“ und einen Kuchen namens „Pâté Kréol“ probieren. Außerdem stießen wir auf unbekannte aber sehr leckere Früchte, wie die Bibasses oder Goyavier. Während der ersten Woche verbrachten wir das geplante Programm mit unseren Austauschschülern und bewunderten hierbei die atemberaubend schöne Pflanzenwelt , sahen zum ersten mal die riesigen Talkessel der Insel und entdeckten durch viele aufregende Wanderungen die sehr vielseitige Fauna und Flora der Insel. Ein Highlight der ersten Woche war die sechsstündige Wanderung auf den immer noch aktiven Vulkan Piton de la Fournaise. Oben angekommen hatten wir nicht nur einen einzigartigen Blick auf die Insel, wir waren auch stolz als Gruppe den Vulkan bestiegen zu haben.
 
 
Obwohl wir freitags alle traurig waren, dass die erste Woche schon vorbei war, freuten wir uns doch auf das Wochenende in den Familien und waren froh, nach anstrengenden fünf Tagen endlich wieder lange schlafen zu können. Obwohl wir das Programm der zweiten Woche ohne unsere Austauschschüler bestritten, war diese nicht weniger ereignisreich. Wir besichtigten ein Vulkanmuseum und lernten so essentielle Informationen über die Entstehung der Insel kennen, schauten uns die Hauptindustrie der Insel, den Vanilleanbau, an und konnten Souvenirs in der Hauptstadt St-Denis kaufen.
In den zwei Wochen wurden die anfangs noch fremden Austauschschüler zu wahren Freunden, weswegen der Abschied am letzten Tag umso schmerzhafter war. Wir freuen uns daher umso mehr unsere neuen Freunde in sechs Monaten in Trier zu empfangen zu dürfen.
 
 
 
Besonders möchten wir uns bei Frau Warner, Herrn Illgen, Frau Riehm und Frau Piou für ihre wertvolle Unterstützung und ihr liebenswertes Engagement während der ganzen Reise danken. Dank toller Erfahrungen, die wir während unseres Zeit auf der Réunion machen durften, können wir nun auch sagen: "Mi aim la Réunion. - Ich liebe die Réunion."