LK Biologie 12

Spagat zwischen Ewigkeit und Vergänglichkeit

Bio-LK besucht Körperwelten-Ausstellung in Mainz
 

Wie sieht es in uns aus? Wie funktioniert unser Körper? Was bewirken Krankheiten in uns? - Das sind Fragen, die beim Besuch der Körperwelten-Ausstellung beantwortet werden. Der Biologie-Leistungskurs von Herrn Brinschwitz (MSS12 ) schaute sich die präsentierten Objekte in Mainz unter dem Titel „Eine HERZenssache“ an.

               

Die gesamten Körperwelten-Ausstellungen basieren auf einer bestimmten Konservierungstechnik von toten Organismen - der Plastination. Der deutsche Arzt und Pathologe Gunther von Hagens entwickelte sie 1977 unter Verwendung eines speziellen Kunststoffes. So sahen wir Skelette, die Anordnung der Muskeln und deren Aktivität beispielsweise beim Hürdenlauf und die inneren Organe. Zudem beeindruckte ein Plastinat, bei dem das gesamte Kapillarnetz rot gefärbt war - er sah aus wie mit Wolle umstrickt.
 
Zwischen Bewunderung und Desillusion
Bei uns Schülern war es ein mulmiges Gefühl zu wissen, dass all die gezeigten Körper einmal zu lebendigen Menschen gehört haben. Es kam das Gefühl auf, dass man selbst die  Distanz vor dem menschlichen Körper verliert - einem komplexen System aus Rohren, Hohlräumen und Gewebe, wie es nun visuell zu erleben war. Einerseits verlor der Körper an Magie, doch andererseits ist es bewundernswert, wie komplex und genial er aufgebaut ist und funktioniert.
 
Das Ziel, unser Interesse für Anatomie und Physiologie zu wecken und zu erweitern, wurde erfüllt. Uns wurde bewusst, wie vergänglich wir sind und wie wir den Prozess des Zerfalls durch unsere Lebensführung beeinflussen können. Denn unser Körper ist und bleibt der Spiegel unserer Lebensführung.
 
 
von Manuel Beh, MSS12
 
Quelle:
http://www.planet-interview.de/interviews/gunther-von-hagens/35122/ (24.07.2015)