Jugend forscht/ Schüler experimentieren 2009: Ein ganz besonderes Erlebnis

Jugend forscht/ Schüler experimentieren

Ein ganz besonderes Erlebnis.

 

Ein Erfahrungsbericht von Manuel Beh (Klasse 6c)    1. Preis Biologie       Mai 2009

Frau Wollscheid hatte mich angesprochen, ob ich keine Lust hätte, bei „Jugend forscht“ mit meinem Lieblingsthema „Weinbergschnecken“ mitzumachen.

Ich überlegte mir, was man bei Schnecken alles beobachteten und erforschen könnte, z. B. die Schnelligkeit, das Fressverhalten, das Gewicht, den Geruchssinn, usw.

Dann machte ich mich an die Arbeit. Es gingen schon einige Wochenenden drauf für die Versuche und auch für das Protokollieren. Nachdem die Versuche abgeschlossen waren, habe ich meine schriftliche Arbeit verfasst. Sie durfte nur max. 15 Seiten lang sein. Diese Arbeit musste dann bis Anfang Januar zum Veranstalter geschickt werden.

Danach kam dann die Einladung zur Präsentation meiner Arbeit.Diese fand im Schulzentrum St. Matthias in Bitburg statt. Die Patenfirma der Veranstaltung war die Bitburger Braugruppe. Jeder Teilnehmer bekam dort einen Stand zugewiesen, den er selbst mit seinen Infos  über Versuche und Ergebnisse gestalten musste. Für einen besonders schönen Stand konnte man auch einen Sonderpreis erhalten.

Früh morgens nach dem Aufbau der Stände kamen die Juroren. Es waren drei sehr nette Herren, denen ich meine Arbeit erklären musste. Meine Präsentation dauerte etwa eine halbe Stunde. Dies war für mich natürlich sehr aufregend.Nachdem die Juroren alle Jungforscher befragt hatten, ging es zum gemütlichen Teil des Tages über. Erst wurde von den Juroren und uns ein Gruppenfoto gemacht, dann gab es Mittagessen.

Am Nachmittag war die Veranstaltung für die Öffentlichkeit zugängig. Es kamen Schulklassen, Eltern, Lehrer, Presse, Politiker und Geschäftsleute, die sich die einzelnen Arbeiten erklären ließen. Dies hatte viel Spaß gemacht.

Dann kam der Höhepunkt des Tages, die Feierstunde mit Siegerehrung. Zuerst wurden einige Reden von Politikern und Geschäftsleuten gehalten und eine Big Band sorgte für die musikalische Untermalung. Dann erfolgte die Siegerehrung. Alle Teilnehmer der einzelnen Fachgebiete,  z. B. Arbeitswelt, Biologie, Chemie, etc. wurden vor die Bühne gerufen und dann einzeln zur Preisübergabe auf die Bühne gebeten.      Ich hatte das Glück mit meiner Arbeit über die Weinbergschnecke im Fachgebiet Biologie den 1. Platz erreicht zu haben. Somit war ich eingeladen zum Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ nach Ingelheim zum Pharmariesen Boehringer, wo alle Erstplatzierten von den Regionalwettbewerben antreten mussten. Außerdem gewann ich den vorhin erwähnten Sonderpreis für den „schönsten Stand“.  Die Siegerehrung in Bitburg wurde von einem bekannten Kindernachrichtensprecher aus dem Fernsehen moderiert und zwar von  Andreas Korn aus „logo-tv“.

Dieser tolle Tag endete mit dem gemeinsamen Abendessen.

 

Kurze Zeit später erhielt ich die Unterlagen für den Landeswettbewerb bei der Patenfirma Boehringer Ingelheim per Post für Ende April.

Am 23.04. machten wir uns auf den Weg nach Ingelheim, denn um 7.30 Uhr mussten wir dort sein, um meinen Präsentations-Stand aufzubauen. Die Stände waren in einer Zeltlandschaft untergebracht, welche sich im Unternehmen Boehringer befand. Für den Standaufbau hatten wir eine Stunde Zeit. Dann kamen die Juroren und wir mussten unsere Arbeit präsentieren. Die Eltern und Betreuer hatten von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr ein separates Besichtigungsprogramm in Ingelheim und Mainz.  Bei Boehringer war es auch so wie in Bitburg. Nachdem die Juroren fertig waren mit ihrem Rundgang, wurden die Stände für die Öffentlichkeit freigegeben. Hier war viel, viel mehr Betrieb als in Bitburg. Es war toll, wie viele Menschen sich für unsere Arbeiten interessierten, Fragen stellten und sich auch alles genau erklären ließen. Spätestens hier denkt man, dass die Arbeit im Vorfeld sich gelohnt hat. Gegen 17.00 Uhr gab es Abendessen für die Teilnehmer, Betreuer und Eltern im Catering-Bereich. Anschließend erfolgte noch ein Abendprogramm.

„Erik“, ein Mentaltrainer, sorgte für Staunen und gute Unterhaltung.

Danach wurden wir alle mit Bussen zu einer Jugendherberge nach Bingen gefahren. Es gab noch einen späten Imbiss bis wir gegen 23.00 Uhr alle müde ins Bett fielen.

Am nächsten Morgen gegen 8.00 Uhr wurden wir wieder zur Zeltlandschaft ins Boehringer-Ingelheim-Gelände gefahren. Es war erneut bis 12.00 Uhr die Öffentlichkeit zugelassen. Danach war Mittagessen und Abbau der Stände. Gegen 14.30 Uhr wurden wir alle zum Auditorium ins Boehringer-Ingelheim-Center gebracht. Dort begann die Feierstunde. Zuerst hielten wieder jede Menge Politiker Reden. Auch der  Seniorchef, Herr Otto Boehringer, begrüßte uns herzlich. Die Siegerehrung verlief genauso wie in Bitburg.

Ich erhielt den Sonder-Preis für den „schönsten Einzelstand“ und was mich ganz besonders freut, einen Tag im Schülerlabor der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität.

 

Fazit:

Es lohnt sich wirklich bei „Jugend forscht“ mitzumachen, um einmal die ganze Atmosphäre zu erleben.

Auch wenn nicht jeder ERSTER werden kann, ist es eine tolle Sache, mit viel Geduld und Ausdauer die zahlreichen Experimente zu Ende geführt zu haben.

Deswegen ist jeder aktive Teilnehmer bei „Jugend forscht“ ein SIEGER.