In novas formas

 

In novas formas – europäisches Schulprojekt am Humboldt-Gymnasium

Elf Lateinschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe 10 des Humboldt-Gymnasiums Trier fuhren am Sonntag nach Cambridge und kehrten am Samstag, trotz des Vulkanausbruchs, von der Insel wieder zurück.
Die Schüler nahmen vom 11. bis 17. 04. im Rahmen des europäischen Schulprojektes "Our classical heritage- Ovid: Metamorphoses" an der Projektwoche in Cambridge teil. An der Perse School Cambridge trafen sie die Schüler aus Brügge (Belgien), Schijndel (Niederlande), Ceccano (Italien), Ferentino (Italien) und Cambridge. Die Kollegen der an diesem Comenius- Projekt beteiligten Schulen arbeiten seit 2004 erfolgreich zusammen. Am Humboldt-Gymnasium betreuen Frau Dr. Birgit Auernheimer und Frau Kerstin Rohde die Projektarbeit. 
Die Schüler waren eine Woche lang in englischen Gastfamilien untergebracht und erarbeiteten in sieben gemischt-nationalen Workshops künstlerische Umsetzungen der "Metamorphoses", einer in Mythen erzählten Weltgeschichte des lateinischen Dichters Ovid, in der es um Verwandlungen in neue Wesen geht.
Die bemerkenswerten Ergebnisse dieser Begegnungswoche kamen auch dank der hervorragenden Ausstattung der gastegebenden englischen Schule zustande. Vor allem die Mensa und das von der Schule gebotene Essen begeisterte die Schüler, z. B. Anna-Lena Stein: "In der Mensa, einem großen Raum, modisch eingerichtet und mit leckerem Essen, kann man sich nur wohlfühlen. Sie ist wie ein großes Wohnzimmer für viele Schüler." In dieser Ganztagsschule fühlten sich die Schüler auch bei der Arbeit in den Workshops bis halb fünf Uhr nachmittags wohl.
Darüber hinaus besuchten sie die Stadt Cambridge mit dem Fitzwilliam Museum und dem Museum of Classical Archaeology - und natürlich London: Dort gab es ein reichhaltiges Kulturprogramm im British Museum und der National Gallery. Die englischen Gastgeber sorgten aber auch abends für gute Stimmung: Da hörte man mit Spannung zu, wie der berühmte story-teller Hugh Lupton Ovids Geschichten live erzählte, und "besonders lustig war der "Ceilidh", ein Abend, an dem alle Teilnehmer irische und schottische Volkstänze lernten und zu Live-Musik tanzten", so Natascha Kittler.
Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag wurden die Ergebnisse der Workshops allen Teilnehmern, den Gastfamilien, Kollegen und geladenen Gästen gezeigt: Ausgestellt waren Skulpturen, Collagen und ein großer Wandteppich, zu hören war selbst komponierte und live präsentierte Musik zu Orpheus und Eurydike, zu sehen war ein Animationsfilm zu Dädalus und Ikarus, die Schüler präsentierten zu verschiedenen Mythen Theaterstücke und eine Tanzvorführung. All das haben die teilnehmenden Schüler aus fünf europäischen Ländern in dieser einen Woche intensiver internationaler Zusammenarbeit geschaffen.
Besonders spannend gestaltete sich schließlich die Rückreise, denn wegen des überraschenden Vulkanausbruchs konnten die HGT-ler den gebuchten Rückflug nicht antreten. Dennoch kamen die Schüler erstaunlicherweise wie vorgesehen am Samstag wieder nach Trier zurück. Denn, so Natascha Kittler, "Plan B musste also her. Letztendlich konnten wir unsere neu geknüpften internationalen Kontakte gleich nutzen und mit den belgischen und holländischen Teilnehmern im Bus zusammen bis Brügge mitfahren. Von dort aus haben wir mehr oder weniger spontan die Zugverbindungen genutzt."  
 

Ovid - Metamorphosen

Arbeit in den Workshops

Translation - Übersetzung von Inschriften in Cambridge

 

 Produktion von "Daedalus und Ikarus"

Skulptur - Ovids Metamorphosen

 

 Narzissus und Pyramus: Gestaltung einer Collage und Assemblage