Gentechnik-Praktikum an der Universität Trier

Schülerpraktikum an der Universität Trier

Vom 8. bis zum 12. Oktober 2012 fand ein molekularbiologisches Schulpraktikum an der Universität Trier, Abteilung Verhaltensgenetik, statt.  Es nahmen insgesamt zwölf Schülerinnen, darunter auch vier Schülerinnen unserer Schule, teil. Ziel des Praktikums war es, durch Mundschleimhautzellenentnahme, die Varianten eines Gens zu ermitteln. Die Praktikumsleiterin war Frau Dr. Schote- Frese.
 
Zuerst einmal setzten wir uns mit der Theorie der Genetik auseinander. Wir stellten uns also z.B. die Frage, was überhaupt eine DNA ist und wie sich diese verdoppelt, sodass in jeder unserer Zellen mit einem Zellkern die gleiche genetische Information vorhanden ist.
 
Wir erhofften uns herauszufinden, bei wie vielen Teilnehmern unserer Gruppe ein Polymorphismus, also eine meist erfolgreiche Veränderung in unserem Erbgut, in einem bestimmten Gen vorhanden ist. Sollte dieser Polymorphismus vorliegen, ist dies ein milder Risikofaktor für erhöhte Müdigkeit und einen niedrigeren Blutdruck.
 
Bevor wir jedoch starten konnten, stand die Sicherheitsbelehrung auf dem Programm. Anschließend erhielt jeder Schutzbekleidung bestehend aus einem Laborkittel und Handschuhen.
Dann ging es los: Um die Untersuchung unserer DNA durchführen zu können, haben wir uns zuerst Mundschleimhautzellen mit einem kleinen Bürstchen entnommen und die DNA isoliert. Danach mussten wir diese vervielfältigen, da die vorliegende DNA zu Analysezwecken nicht ausreichte. Zuletzt konnten wir unter UV- Licht in einem Agarose- Gel beobachten, ob bei uns ein Polymorphismus vorliegt oder nicht.
 
Alles in allem bot das Praktikum eine gute Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen, die man so im täglichen Schulunterricht nicht machen kann. In der Schule fehlen die Geräte, die Zeit und das Geld, um solche Studien durchführen zu können.
Es war sehr spannend und hat viel Spaß gemacht, den normalen Laboralltag hautnah mitzuerleben. Man konnte sich zum Beispiel ein Bild davon machen, wie viele Pipettenspitzen in einem Labor tagtäglich benötigt werden, da man bei jedem Pipettieren eine neue Spitze benötigt. Jeder Schritt konnte selbst ausgeführt werden und da man am Ende sogar seine eigene ausgefallene DNA in einem Gefäß mit Alkohol mit nachhause nehmen konnte, hatte man sogar etwas in den Händen nach dem Praktikum.
 
Das bevorstehende Quiz am letzten Tag war die ganze Woche für alle ein Ansporn, immer zuzuhören und aufzupassen, damit man auch ja nichts Wichtiges verpasst, was später relevant werden kann. Am letzten Tag kam es dann zum Showdown zwischen den drei teilnehmenden Schulen und am Ende setzte sich das HGT mit einigem Vorsprung gegen das AMG und das AVG in dem Quiz durch, wobei sowohl drei praktische Aufgaben, als auch verschiedene Fragen in einer Show der Art „Wer wird Millionär?“ absolviert werden mussten.
 
Unsere vier Schülerinnen erhielten jeweils ein „Wissen Schafft Zukunft“ – Diplom und eine Menge Gummibärchen als Belohnung!
Die Veranstalter planen auch in den nächsten Jahren ähnliche Praktika mit immer anderen Schwerpunkten und ich kann nur jedem, der ein Interesse an Biologie hat, ans Herz legen, diese Chance zu nutzen und vielleicht ja im nächsten Jahr teilzunehmen.
 
Alisha Fahl, MSS 12