Fort Worth- Austausch 2014

Fort Worth Austausch 2014

Deep in the heart of Texas – dorthin begaben wir uns beim diesjährigen Fort Worth Austausch. Wir - das sind zwölf Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Trierer Gymnasien und unser begleitender Lehrer, Herr Fritzsch.

 

   

Unsere Reise begann am 15. April 2014 um vier Uhr fünfundvierzig in der Früh, als wir uns am Trierer Hauptbahnhof trafen und in ein unvergessliches Abenteuer starteten. Während der folgenden Zug – und Busfahrten und natürlich während des ungefähr elfstündigen Flugs beschäftigten uns viele Fragen. Was würden wir in den folgenden zwei Wochen erleben? Wie würden unsere Gastfamilien sein? In Fort Worth am Bahnhof angekommen, lernten wir die Menschen kennen, bei denen wir in den nächsten vierzehn Tagen leben würden. Als alle Austauschschüler verteilt waren, machten wir uns auf den Weg in unser neues Zuhause.
 
Am darauffolgenden Tag besuchten wir zum ersten Mal die Arlington Heights High School und bekamen einen Einblick in das amerikanische Schulsystem und den Alltag im Unterricht. Hierbei stellten wir Unterschiede in der Organisation der Klassen und Fächer und auch bei der Auswahl der einzelnen Fächer verglichen mit Deutschland fest. Zum Beispiel ist jeder Schultag gleich, d.h. die Schüler haben jeden Tag zu jeder Stunde die selben Fächer. Im Laufe unseres Aufenthalts besuchten wir Theater, Dance und Agriculture Klassen, wobei wir die Gelegenheit hatten, unser Improvisationstalent, unsere Fähigkeiten im Ballett und im Ziegen scheren, zu erproben. Aber natürlich werden, wie an jeder Schule, auch Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch unterrichtet. Interessant war es auch den Deutschunterricht mitzuerleben und zu sehen, wie Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird. Doch wir besuchten nicht nur den Unterricht. Wir besichtigten am zweiten Tag nach unserer Ankunft die Stockyards, wo die Geschichte und Mentalität des „Wilden Westen“ und der Cowboys lebendig wird. Passend dazu aßen wir in Riscky’s BBQ leckere texanische Spezialitäten.
 
Am ersten Wochenende traten wir „eine Reise in der Reise“ an. Auf unserem Weg nach San Antonio besuchten wir zunächst Austin, die Hauptstadt des Staates Texas, und besichtigten dort das Capitol.
 
  
 
Remember the Alamo – in San Antonio angekommen, fuhren mit dem Bus sofort zur Alamo, welche für die Texaner einen wichtigen historischen Ort darstellt, da in der Battle of the Alamo hunderte Menschen ihr Leben ließen, um die Freiheit ihres Landes zu erkämpfen. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, folgte eine Bootstour auf dem San Antonio River und danach ein mexikanisches Essen am Fluss. Unser Hauptprogrammpunkt am Sonntag: Sea World. Wir sahen uns verschiedene Tiershows an von Killerwalen über Delfine bis zu Seerobben, fuhren Achterbahn und streichelten einen Delfin, was uns in Begeisterung versetzte.  Am Montag hatten wir die Möglichkeit, im Outlet Center San Marcos zu shoppen. Wir waren überrascht von den preiswerten Angeboten und fanden so ziemlich alles, was das Herz begehrte.
 
Die zweite Woche, da waren wir uns alle einig, verging wie im Fluge. Wir erlebten weiterhin ein Highlight nach dem anderen. Beim Besuch verschiedener Museen lernten wir alles über texanische Westernkunst. Auch in Dallas, wo wir einen Tag verbrachten, besuchten wir ein interessantes Museum, welches sich im 6. Stock des Hauses befindet, von dem aus John F. Kennedy im Jahre 1963 erschossen wurde. Das Museum nennt sich Sixth Floor Museum. Auf der Straße, die Kennedy an diesem Tag entlang fuhr, befinden sich heute noch zwei Kreuze an den Stellen, an denen die Schüsse auftrafen.
 
  
 
Freitagsabends erwartete uns wieder eine völlig andere Erfahrung: wir gingen zum Rodeo!
Nach einem freien Wochenende, das wir in unseren Gastfamilien verbrachten und individuell gestaltet wurde, sahen wir am Montag schon unserem letzten richtigen Tag entgegen, den wir in Fort Worth verbrachten. Wir nahmen Abschied von den Schülerinnen und Schülern an der Arlington Heights.
 
Als wir nach zwei Wochen plötzlich wieder alle zusammen mit unseren Koffern unterwegs waren, konnten wir es kaum fassen, wie schnell diese Zeit vergangen war.
 
Das einstimmige Ergebnis lautet: ein unvergesslicher Aufenthalt! Wir haben in diesen zwei Wochen Erfahrungen gemacht, die wir ohne diesen Austausch nie hätten machen können. Uns wurde an Kenntnissen auf jeder Ebene, von sprachlich bis kulturell, alles mitgegeben, was nur möglich ist. Die Tatsache zwei Wochen am Stück Englisch zu sprechen und von der Sprache „umgeben“ zu sein, ist hierbei nicht zu vernachlässigen.
 
Deshalb möchten wir uns alle noch einmal ganz herzlich für die tolle Organisation durch Frau und Herrn Cox  und die Arlington Height High School in Fort Worth sowie durch Herrn Fritzsch und das Humboldt-Gymnasium in Trier bedanken.
 
  
 
Teresa Ferring
MSS 11
Humboldt-Gymnasium Trier