Drittortbegegnung 2017

«De la guerre à la paix: l’Europe face à ses défis »

Frankreich und Deutschland:

„Vom Krieg zum Frieden - Europa und seine Herausforderungen“

Auch dieses Jahr war es wieder so weit: Der Französisch-AbiBac-Kurs der 12. Jahrgangsstufe erkundete gemeinsam mit seinem französischen Partnerkurs aus Dijon die Höhen und Tiefen der deutsch-französischen Beziehungen vom ersten Weltkrieg bis hin zur Gegenwart. Durch unterschiedliche Programmpunkte wurde uns der steinige Weg zweier verfeindeter Nationen in die Freundschaft näher gebracht.
 
 
 
Chronologisch begannen wir mit dem ersten Weltkrieg. Als Einführung sahen wir den Film Frantz, der uns anschaulich die gemischten Gefühle der Gesellschaft gegenüber dem jeweiligen Nachbarland in der Nachkriegszeit illustrierte. Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht im Achter-Zimmer des Klosters in Peltre in der Nähe von Metz, machten wir uns - jeder mit einem Baguette bewaffnet - auf in die grausamste aller Schlachten des ersten Weltkriegs: Verdun.
Mit Hilfe einer zweisprachigen Führerin wurde im Musée Mémorial, beim Fort Douaumont und dem Beinhaus unser Wissen vertieft und unsere Kreativität durch einen Fotowettbewerb zum Thema «Retour sur Verdun – L’Europe aujourd’hui» („Rückblick auf Verdun - Europa heute“) angeregt.
 
Der nächste Tag befasste sich mit dem Thema „Schumans Erbe im heutigen Europa“. Im Anschluss an eine Gruppenarbeitsphase und Diskussionsrunde besuchten wir nachmittags das Robert-Schuman-Haus in Scy-Chazelles, das sich als spannender erwies als erwartet. Die anschließende Freizeit in Metz wurde durch ein gemeinsames Abendessen in einer Crêperie abgerundet.
 
 
 
Am vierten Tag der Woche, der unter dem Motto „Das Europa der 3 Grenzen: Frankreich – Luxemburg – Deutschland“ stand, näherten wir uns unserer Heimat durch einen Besuch in Luxemburg. Den ersten Teil des Tages verbrachten wir in dem kleinen Ort Schengen, dort wo durch eine Unterschrift uns allen die Schranken zu anderen Ländern des Schengen-Raums geöffnet wurden. Durch eine interaktive Rallye in gemischten Gruppen wurde der Morgen lustig und interessant gestaltet. Die gute Laune erlitt jedoch einen kleinen Dämpfer im Centre de traduction des institutions européennes (Übersetzungszentrum). Sowohl den Schülern als auch den Lehrern fiel es schwer, den monotonen, sich inhaltlich wiederholenden Vorträgen in den verschiedenen Sprachen mit verschiedensten Akzenten zu folgen.
Zwar blickten wir nun skeptisch dem Abend entgegen, da wir uns nichts unter der Bezeichnung „soirée chic, élément choc européen“ vorstellen konnten, jedoch erwies sich dieser als runder Abschluss für die schöne Woche.
 
Der letzte Tag beinhaltete eine Besichtigung des Centre Pompidou, in dem uns die moderne Architektur sowie abstrakte Kunst näher gebracht wurde.
Langsam schlich sich Aufbruchsstimmung ein, da der Abschied immer näher rückte.
Schweren Herzens verließen wir unsere französischen Freunde und machten uns auf den Weg in die Heimat. Auch wenn wir der Reise anfangs mit gemischten Gefühlen entgegen geblickt hatten, waren diese 5 Tage doch ein voller Erfolg!
Uns wurde auf anschauliche Weise ans Herz gelegt, wie wichtig Europa für die Gesellschaft unserer heutigen Welt ist, was heutzutage jedoch leider nicht mehr jeder zu schätzen weiß.
 
Constanze Koppers, Franca Rieff, Victoria Schroeder 
 
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