Chemie-Exkursion 2018

Bericht Besuch im Geozentrum mit dem Chemie  LK MSS12     

 
8:45 Uhr – ein sonniger Donnerstagmorgen. Der Chemie LK von Herrn Brüning steht gruppiert vor dem Eingang des Geozentrums der Universität Trier am Petrisberg. Nach einer kurzen Suche nach dem richtigen Labor durch den labyrinthartigen Gebäudekomplex erreichte die Truppe den Ort ihres Tagesaufenthaltes pünktlich um 3 Minuten vor 9. Herr Dr. Meyer öffnete die Tür zum Labor: Gas- und Flüssigkeitsrohre an der Decke, Anschlüsse, Schalter und Arbeitsplatten, sowie der sterile Geruch des Labors begrüßten die 18 Schüler, die ein 5-stündiges Analytik-Praktikum vor sich hatten.
 
 
 
Nach einer kurzen Einweisung und einem generellen Einblick in die Historie der Universität Trier durch Herrn Dr. Meyerwurden Laborkittel und Schutzbrillen ausgeteilt. Verteilt im großen Labor standen verschiedene Stationen, an denen die Schüler anhand ihrer Versuchsanweisungen eigenständig analytische Versuchsexperimente durchführen konnten. Von einer simplen Säure-Base-Titration, welche so auch im Unterricht durchgeführt wird, bis zur Photometrie, für die komplexe und teure Geräte verwendet werden müssen, fehlte es an nichts. Die Materialen standen säuberlich beschriftet und geordnet an den Arbeitsplätzen, was ein fehlerfreies und eigenständiges Arbeiten der Schüler garantierte. Besonders zu loben ist hierbei die autodidaktische Struktur der Arbeitsanweisungen, in denen sogar vorgefertigte Tabellen und Platz für Rechnungen gegeben waren. Wenn doch gelegentlich Fragen aufkamen, sei es aus reinem Interesse, standen Herr Dr. Meyer und die chemisch technische Assistentin Fr. Wacht zur Stelle, um sofort Antworten zu liefern.
 
Vor der Mittagspause führte Herr Dr. Meyer die Hälfte des großen Chemie-LKs durch die Abteilung der Analytik, wobei er ausführte, wie die Arbeit in den verschiedenen Laboren abläuft. Einige sehr verständliche und anschauliche Erklärungen später kannten die Schüler neue Geräte und deren Funktion. Dabei fiel auf, dass sich das Team des Analytik-Bereiches um sehr aktuelle Themen sorgt, also viel praktischer arbeitet, als es beispielweise in der Schule der Fall ist. 30 Prozent des Farbstoffes, mit dem Kleidung in Entwicklungsländern gefärbt wird, landen in Gewässern und Flüssen. Wie bekommt man diese Farbstoffe nun wieder aus der Natur heraus? Anhand einer kleinen Probe haben die Schüler gelernt, wie Bestrahlung mit UV-Licht sich auf verschiedene Partikel im Wasser auswirkt.
 
 
Dieselbe Führung bekam nach der Mittagspause selbstverständlich auch die zweite Gruppe, die in der Abwesenheit der anderen Gruppe die restlichen Experimente, wie beispielweise die Jodometrie, durchgeführt hat. Hierbei wurde anhand einer Bodenprobe mit unbekannter Konzentration an Kupferionen durch eine Titration einer Flüssigkeit mit bekannter Konzentration auf den Kupfergehalt der Bodenprobe geschlossen. Die praktische Anwendung war sehr interessant und deutlich spaßiger als der rein theoretische Ansatz.
 
Um 15 Uhr fand das Analytik-Praktikum ein Ende. Nach einem Tag voller Zahlen und Werte waren die Schüler froh, den Rest des sonnigen Nachmittags zu genießen, zeigten sich jedoch gleichzeitig dankbar gegenüber den Organisatoren des Tages. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren für die Möglichkeit des Einblickes in das Geozentrum der Universität Trier.
 
 

 

Mathias Steilen (MSS-Schüler am HGT)