Cambridge-Certificate 2014

Learning for life

HGT-Schüler bestehen Cambridge B2-Prüfungen

„Das Englische ist eine einfache, aber schwere Sprache. Es besteht aus lauter Fremdwörtern, die falsch ausgesprochen werden“, sagte bereits der deutsche Journalist Kurt Tucholsky. Wenn Schüler nun Englisch lernen und es auch bis zu einem gewissen Niveau beherrschen, ist es mehr als ratsam, diese Leistung zertifizieren zu lassen. Das ist seit 2011 auch am HGT möglich, und zwar mit dem europaweit anerkannten Cambridge Certificate.
 
Kerstin Finkler und Jan Illgen gratulieren den Cambridge-B2-Absolventen Lea Hermesdorf, Manuel Beh, Yueling Li, Tanja Dao, Julia Liskiewicz, Anna-Katherina Lauterbach und Annika Lintz (v.l.).

 
Übung macht den Meister
– so lautet ein bekanntes und oft verwendetes Sprichwort, dass wohl kaum in seinem wahren Kern zu wiederlegen ist. Auch wir, neun Schüler von der 11. bis zur 13. Jahrgangsstufe, haben uns lange und intensiv mit den Anforderungen des Cambridge Certificate B2 auseinander gesetzt. „Eine Lerngruppe mit rund zehn Schülern ist eine optimale Größe“, sagt Englisch-Lehrerin Kerstin Finkler, die zum ersten Mal eine Gruppe bis zu ihren Zertifikaten begleitete. Abgefragt werden bei den Prüfungen die Bereiche Lesen, Hören, Sprechen, Schreiben und die vielsagende Kategorie „Use of English“. Unserer Erfahrung nach zählt die zuletzt genannte zu den schwersten Anforderungsbereichen, da diese Arbeitsform im Unterricht nicht geübt wird. Es geht u.a. darum, in einem Text Lücken auszufüllen, wozu man zwischen vier vorgegebenen, in der Bedeutung ähnlichen Wörtern entscheiden oder selbst ein sinnvolles Wort suchen und einsetzen muss. „Während der Trainingseinheiten werden andere Übungsformate durchgenommen. Das ist eine Chance, denn beispielsweise Multiple Choice-Aufgaben werden langsam auch ihren Weg in den regulären Unterricht finden“, so Finkler. Für sie war es eine neue, aber auch interessante Erfahrung, unsere AG zu betreuen. „Ich finde, es ist eine gute Möglichkeit, außerhalb des Unterrichts ohne Notendruck an seinen Englisch-Kenntnissen zu feilen.“
 
Sprich!
Im November 2013 fanden dann unsere Prüfungen statt, beginnend mit der mündlichen. Dabei wurden wir jeweils zu zweit geprüft, da sich ein wichtiger Teil des Examens auf das Diskutieren bezog. Selbstverständlich wurden wir auch zu unseren Vorlieben, beispielsweise beim Essen oder bei unseren Hobbys, gefragt. Bis auf diesen Part der Prüfung war eine inhaltliche Vorbereitung nicht möglich, denn daraufhin mussten wir auf gezeigte Bilder eingehen, diese beschreiben und uns kritisch dazu äußern. Nach einer Viertelstunde war dieser erste Prüfungsteil beendet.
Eine Woche später kamen wir samstags für die schriftliche Prüfung zum HGT. Diese dauerte aufgrund der restlichen vier Aufgabenbereiche von neun bis 14 Uhr – also fünf Stunden lang. Die Zeit zur Bearbeitung sowie die Pausenzeiten waren exakt vorgegeben. Während zu Beginn die Konzentration noch voll da war, merkten wir schon, dass von Kategorie zu Kategorie diese nachließ. Ungeachtet dessen brachten wir die Aufgaben hinter uns und warteten gespannt auf die Ergebnisse.
 
Erfolg im ersten Anlauf
Die Ergebnisse wurden uns Mitte Januar mitgeteilt: Acht Teilnehmer haben bestanden. Nun halten wir alle stolz unsere Zertifikate in den Händen. Bei der Übergabe der Diplome betonte Jan Illgen, dass solche Angebote sehr wichtig für das HGT seien: „In vielen Studiengängen und auch während der Ausbildung werden diese Leistungsnachweise gewünscht. Das Angebot, diese Zertifikate am HGT zu erarbeiten, wertet unsere Schule enorm auf.“
 
Abschließend möchten wir uns bei Frau Finkler bedanken, die uns von der Vorbereitung bis zur bestandenen Prüfung mit großem Engagement begleitet und gecoacht hat. Mit dem Cambridge Certificate B2 haben wir nun eine Qualifikation mehr für unseren Lebenslauf und zahlreiche Erfahrungen mehr für unser Leben. Denn wie ein lateinisches Sprichwort besagt: „Non scholae, sed vitae discimus.“ – auf Deutsch: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
 
von Manuel Beh, MSS11
 
 
Quellen