Buchpreis "Goldene Leslie"

Schüler des HGT ist Mitglied der Jugendjury des rheinland-pfälzischen Buchpreises „Goldene Leslie“


Eine Rattenlänge vor dem deutschen Buchpreis

Meine Erlebnisse als Juror des rheinland-pfälzischen Jugendbuchpreises „Goldene Leslie“

 
 Die Jury mit Manuel Beh (4. von links) und Ministerin Doris Ahnen (2. von links)
 
Es war Frühjahr 2011, als ich von meiner damaligen Deutschlehrerin Frau Michels auf den rheinland-pfälzischen Jugendbuchpreis „Goldene Leslie“ (eine kleine goldene Ratte) aufmerksam gemacht wurde. Dieser Preis ist mit 2000 Euro dotiert und wird jährlich im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur vergeben. Aber erst einmal von vorne:
 
Um in die Jugendjury aufgenommen zu werden, muss man eine Buchrezension, eine Buchkritik, zu einem beliebigen Buch ans Literaturbüro nach Mainz schicken. Dort werden die Einsendungen gelesen und die besten acht Bewerber dürfen sich dann Jury nennen.
Ich selbst schickte eine Rezension zu Jeremias Gotthelfs Novelle „Die schwarze Spinne“ ein und bekam im Juni Bescheid, dass ich aufgenommen bin.
Somit las ich in den Sommerferien die vier nominierten Bücher, welche von einer Vorjury schon ausgewählt wurden:
 
  • Erebos                                     von U. Poznanski
  • Die verlorenen Schuhe          von G. Mayer
  • Spur der Angst                       von S. Orosz 
  • Freak City                               von K. Schroke

Die Spanne der Buchgattungen reichte von Thriller, Krimi, Fantasieroman, Kriegsdrama bis hin zu einem Roman, der vom Leben eines tauben Mädchens handelt.
Schließlich musste ich mich für eines der Bücher entscheiden, was nicht besonders schwierig war, da ein Buch besonders dominierte: Erebos.
 
So kam es, dass am 17. November 2011 die Verleihung der kleinen goldenen Ratte im großen Konferenzraum des Bildungsministeriums in Mainz stattfand.
Fast die ganze Jury war anwesend und natürlich auch Frau Ministerin Doris Ahnen, die den Preis verlieh.
Empfänger der „Goldenen Leslie“ ist in diesem Jahr die Wiener Autorin und Journalistin Ursula Poznanski mit ihrem Thriller „Erebos“:
 
Kurzer Inhaltsüberblick:
Nick ist süchtig nach Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die nicht in der virtuellen Welt, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Fiktion und Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen zu  töten...
 
Manuel Beh (9c)