AG "Regenerative Energien"

Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft „Regenerative Energien“

Die AG „Regenerative Energien“ setzte sich aus 9 Schülern des Leistungskurses Physik/ Dr. Fruböse zusammen. Die Arbeit startete im Frühjahr 2017 und sie endete im Sommer 2018.

Aus der zunächst gemeinsamen Arbeit entwickelten sich einzelne Forschungsthemen, welche letztendlich in 3 Beiträge für Jugend-forscht sowie 2 Facharbeiten mündeten. Die Arbeiten waren so substantiell, dass sie insgesamt 8 Preise bei Jugend-Forscht und den 2. Preis der Dr. Hans-Riegel-Preis für eine herausragende Facharbeit erhielten.  Aber der Reihe nach:
Sehr erfolgreich waren als erste Yamin Moyal und Lucas Trossen, die bis in den Landeswettbewerb vordrangen. Sie haben durch detaillierte Messungen die Öko-Bilanz eines E-Autos im Winter untersucht. Während des dreitägigen Seminars bei der BASF in Ludwigshafen konnten sie den 3. Preis im Fach Technik in Empfang nehmen. Zudem erhielten sie einen Sonderpreis der Hochschule Trier.
 
 
 
                                         
Ausschnitt aus dem Jugend-forscht-Poster. Das vollständige Poster hängt im Physikraum 110   
 
Anna-Maria Nölle und Yannik Biehl waren dagegen in Bitburg und Trier erfolgreich. Sie erreichten jeweils einen 3. Platz und gewannen ebenfalls je einen Sonderpreis. (Auch diese Auszeichnungen waren übrigens jeweils mit schönen Geldpreisen verbunden.)
 
Raumplanerische Konsequenzen einer Stromwende in Trier: Ausschnitt aus dem Jugend-forscht-Poster von Anna-Maria Nölle. Das vollständige Poster hängt in Raum 114
 
Von herausragender Qualität war die Facharbeit von Yannik Biehl. Sie interessierte sogar die Mitarbeiter der SWT, welche der AG die Konzepte der SWT zur Energiewende in einem längeren Vortrag darstellten. Dabei erfuhren wir auch, dass aufgrund der unklugen Förder-praxis der Bundesregierung die weitere Planung des eigentlich unbedingt notwendigen Speicherkraftwerks in Ensch eingestellt wurde und stattdessen lieber weitere Windräder errichtet werden. Und das, obwohl der erzeugte Strom oft gar keinen Abnehmer mehr hat!  
Yannik beschäftigte sich damit, die notwendige Speicherkapazität der SWT zu quantifizieren. Dazu arbeitete er mit echten Daten der SWT und kam mithilfe pfiffig konzipierter Computer-programme zu bemerkenswerten - eigentlich aber erschreckenden - Ergebnissen.
Seine Facharbeit wurde deshalb von der Dr. Hans-Riegel-Stiftung mit dem 2. Preis im Fach Physik ausgezeichnet. Die Verleihung des Preises durch den Vizepräsidenten der Universität Mainz findet im November 2018 im Festsaal der Naturwissenschaftlichen Fakultät statt.  
 
Konsequenzen einer Stromwende in Trier: Ausschnitt aus dem Poster von Yannik (Raum 114)
  
Hochinteressant war auch die Facharbeit von Michael Bürger. Er setzte sich in seiner Facharbeit mit der kontroversen Literaturlage zu den gesundheitlichen Wirkungen des von den Windenergieanlagen erzeugten Infraschalls auseinander:
 
Untersuchung und kritische Bewertung des aktuellen Wissensstandes zur Schall- und Infraschallbelastung durch Windräder
Facharbeit im Rahmen der Qualifikationsphase für das Abitur
vorgelegt von Michael Bürger
 
 
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem aktuellen Forschungsstand zu möglichen negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Windkraftanlagen durch tieffrequenten Schall und Infraschall. Dabei sind zwei entgegengesetzte wissenschaftliche Forschungsansätze zu unterscheiden:
Eine Seite der Forschung orientiert sich an der Wahrnehmungsschwelle für Schall, die bei etwa 16 Hz liegt. Es wird folglich davon ausgegangen, dass unterhalb dieser Schwelle keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen auftreten können.
Die andere Seite bezieht sich auf Ergebnisse, welche belegen, dass das Innenohr des Menschen auch unterhalb der genannten Schwelle erregt wird. Somit lassen sich mit guter Berechtigung beobachtete und teilweise schwerwiegende gesundheitliche Folgen bei Mensch und Tier womöglich doch auf tieffrequenten Schall zurückführen. Deshalb stellen Kritiker aktuelle Bewertungsverfahren von Emissionen durch Windkraftanlagen in Frage und fordern eine genauere Erforschung der gesundheitlichen Auswirkungen des tieffrequenten Schalls auf die Gesundheit von Mensch und Tier.
Nach Betrachtung verschiedener Studien beider Seiten komme ich zu dem Ergebnis, dass es notwendig ist, den Ausbau der Windkraftindustrie kritisch zu überdenken und bestehende Bewertungsverfahren zu modifizieren.
 
Weitere Rückfragen zu den Arbeiten bei den betreffenden Schülern oder bei
Dr. Christian Fruböse